
Umwelt-Strom aus der Sonne
Auf dem Klimagipfel wurde über Reduzierung von Treibhausgasen gesprochen, ein gutes Ergebnis gab es nicht. In Rathenow nahmen Unternehmen das Thema ernst und handelten, bevor in Kopenhagen der erste Kompromissentwurf vorlag. Eine der größten Photovoltaikanlagen des Kreises Havelland wird im Natursteinwerk Knake errichtet.
Von Norbert Stein
RATHENOW | Ob nun deutscher Jura-Kalkstein oder das Kashmir-Sortiment aus Indien. Das Natursteinwerk Rathenow verarbeitet die unterschiedlichsten Steine für vielfältige Zwecke. Seit 20 Jahren sorgen die Mitarbeiter des Unternehmens aus dem Gewerbegebiet Grünauer Fenn mit ihrer Arbeit für behaglicheres Wohnen, bessere Architektur und vielfältigere Kunst in vielen Städten und Gemeinden. In dem Unternehmen werden Produkte aus der Natur ver- und bearbeitet.
Die Natur spielt für das Unternehmen seit kurzer Zeitaber noch auf ganze andere Weise eine wichtige Rolle. „Wir wollen einen eigenständigen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Umweltsituation in den kommenden Jahrzehntenleisten“, sagt Werner Knake. Er betont, dass es aus seiner Sicht nicht darauf ankommt, ständig über die Problematik nur zu diskutieren, sondern in erster Linie zu handeln.
Auf dem Dach des Natursteinwerkes Rathenow wird derzeit eine insgesamt 1.400 Quadratmeter große Photovoltaikanlagemontiert. Der mittels Sonnenwärme erzeugte Storm wird ins öffentliche Netzeingespeist.
Die Realisierung des Projektes erfolgt weitgehend in Eigenregie des Unternehmens. „Durch Direktimporte von wichtigen Anlagenteilen konnten die Investitionskosten bei optimaler Effizienz und Qualität sehr gering gehalten werden“, erklärt Knake.
Bei der Umsetzung des Vorhabens würdigt er vor allem die kooperative Zusammenarbeit der beteiligten regionalen Firmen Dirk Ulrich, Rhinow, der Volksbank Rathenow und dem Energieversorger Eon-Edis. Die Mitarbeiter des Energieversorgers zum Beispiel hätten eine zügige Realisierung der Investition er möglicht. Das Geldinstitut begleitete das Natursteinwerk bei den teilweise komplizierten Importfragen und der Finanzierung.
Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Unternehmens ist eine der größten ihrer Art, die bis her im Havelland realisiert wird. Seitens der Geschäftsleitung ist man bereit die dabei gesammelten Erfahrungen weiterzugeben an Unternehmen, die ebenfalls in Photovoltaikinvestieren möchten.

(rechte Dachfläche ist noch nicht vollständig belegt)
Neue Photovoltaikanlagen in Rathenow
MAZ, Westhavelländer 24.12.2009
Dekor